Anfänge und geschichtliche Entwicklung des Telefons
Ohne die Erfindung des Telegraphensystems 1837 durch Samuel Finley Morse, wäre die Weiterentwicklung des Telefons nicht möglich gewesen. Der erste Fernsprechapparat wurde vom deutschen Physiker Jochen Philipp Reis im Jahre 1861 entwickelt. Allerdings war es mit diesem einfachen Apparat nur möglich, die menschliche Sprache elektrisch in eine Richtung zu übertragen. Erst Alexander Graham Bell konstruierte einen Fernsprechapparat, den er 1876 patentieren ließ, und mit dem es erstmals möglich war, dass zwei Gesprächspartner miteinander sprechen konnten. Dabei waren Lautsprecher und Mirofon in einem einzigen Handstück eingebaut, so dass man beim Telefonieren abwechselnd Ohr oder Mund an die Trichterform halten musste. 1877 kam Bells Telefon erstmals in Deutschland zur Anwendung. Während die Übertragungsmöglichkeiten zunächst auf unter 100 Kilometer beschränkt blieben, wuchsen die Entfernungen schließlich kontinuierlich an, nachdem das Kohlemikrofon von David Edward Hughes erfunden war (1878) und Werner von Siemens für eine Weiterentwicklung des Hörers gesorgt hatte. 1881 wurden die ersten Fernsprechnetze errichtet, die im Laufe der Jahre weiter ausgebaut wurden. Zunächst wurde über ein Fernsprechamt die Verbindung zu einem Gesprächsteilnehmer hergestellt, da es damals noch nicht möglich war, diesen direkt anzuwählen. Man bevorzugte Frauen für die Vermittlung von Gesprächen, da die Frauenstimmen besser verstanden werden konnten, wenn die Qualität der Leitung nicht so gut war. In den Jahren 1907/08 wurden Nummernschalter (Wählscheiben) konstruiert, die es möglich machten, einen Gesprächpartner direkt anzuwählen. Der Erfinder Antoine Barnay ließ schließlich 1923 das Impulswahlverfahren patentieren. Das Mehrfrequenzwahlverfahren, dass heute die verbreitetste Telefonwahl bei analogen Telefonen mit Tastatur ist, wurde 1955 entwickelt. Mit der Entwicklung der Mikroelektronik wurden im Jahr 1974 die ersten Tastentelefone entworfen, ansonsten hatte sich an der Entwicklung des Telefons bis weit ins zwanzigste Jahrhundert kaum etwas geändert. Ende der siebziger Jahre wurden die elektromechanischen Übertragungstechniken durch ISDN digitalisiert. Man hatte vor, sämtliche Formen der Datenübertragung, sei es Telefon, Fax und sonstiges, in einem Netz zu integrieren (Integrated Services Digital Network). Seit 1993 ist ISDN bundesweit verfügbar.
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